Am Dienstag, dem 15. September 2026, fand eine vom Richter‑ und Staatsanwaltsbund Mecklenburg‑Vorpommern organisierte Bildungsfahrt zur Sonderausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz‑Rot‑Gold im Kampf für die Demokratie in Mecklenburg 1924 bis 1933“ statt. Die Führung vermittelte einen Überblick über die Geschichte des Reichsbanners Schwarz‑Rot‑Gold, das in der Weimarer Republik als republikanische Schutzorganisation tätig war. Die Darstellung der regionalen Entwicklungen in Mecklenburg zwischen 1924 und 1933 zeigte, wie sich die politischen Rahmenbedingungen veränderten und welche Rolle das Reichsbanner in diesem Umfeld spielte.
Der Veranstaltungsort selbst besitzt eine besondere historische Bedeutung. Das Teehaus Trebbow ist heute ein Erinnerungsort des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur. Ostern 1944 trafen sich dort Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Fritz‑Dietlof Graf von der Schulenburg zu vertraulichen Gesprächen im Zusammenhang mit den Planungen zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944.
Seit 2004 wird das Gebäude vom Verein Denkstätte Teehaus Trebbow e.V. als Denkstätte betrieben. Die Bildungsfahrt verband damit zwei historische Perspektiven: die demokratische Arbeit des Reichsbanners in der Weimarer Republik und die Widerstandstätigkeit gegen die NS‑Diktatur.
Wir danken der Denkstätte Teehaus Trebbow für die informative Führung und die vertiefenden Gespräche.
